Mittwoch, 16. Mai 2007

Hardhof Zürich: Grundwasserfeld und Naherholungsgebiet

Meine kurzen Ausläufe, weg vom Schreibtisch, führen mich oft in den Hardhof. Dieser befindet sich zwischen der Tramstation Sportplatz Hardturm und der Europabrücke.

In 4–6 Metern Tiefe fliesst da ein 20–30 Meter breiter Grundwasserstrom durch das Limmattal. Zusammen mit dem Regenwasser können ihm 15 % des Zürcher Trinkwassers entnommen werden. Dieses Grundwasser fliesst mit einer Geschwindigkeit von 1–10 Millimetern pro Sekunde, also langsamer als die Flüsse Limmat und Sihl, die es speisen.

Das Areal darüber ist begrünt, mit Bäumen, Sträuchern und geschwungenen Spazierwegen gestaltet und mit verschiedenen Sportanlagen ausgerüstet. Mein Lieblingsweg ist jener, der nach dem Vorbild der Finnenbahnen angelegt ist. Eine Art Orientteppich. Die Wirbelsäule geniesst hier den weichen Auftritt und die sanften Bewegungen, die sich daraus ergeben. Am Rand dieser Oase sind Bäume gegen die Autobahn hin so ideal gesetzt, dass sie viel vom Lärm schlucken.

Die gesamte Anlage ist 25 Hektaren gross und wurde in den 1970er-Jahren geschaffen. Da waren unsere Töchter noch Kinder. Ich sagte ihnen voraus, dass hier ein kleiner Wald heranwachse, in dem sie später einmal mit ihren Kindern spazieren würden. Und schon sind wir in dieser Epoche angelangt. Bereits im Sommer werden wir uns hier einfinden und mit den im Frühjahr neu installierten Wasserspielen vergnügen. Hier kann die 1-jährige Enkelin dann auch laufen lernen.

Das Areal darf in der Mitte auf einem gut signalisierten Veloweg durchfahren werden. Für das gesamte Spazierwegnetz gilt aber ein striktes Fahrverbot. Diesem verdanken wir die geordnete und beschauliche Atmosphäre.

Das Hardhofgebiet ist weit. Grundwasserstrom und Limmat halten uns diesen Raum offen. An Sommerabenden schauen wir uns hier die Sonnenuntergänge an. Der Hardhof ist wirklich ein Erholungsgebiet, eine Oase. Dieser Ort ist geschützt.

Die Wasserversorgung formuliert es so: „Die hohe Qualität des Grundwassers kann garantiert werden, weil das Grundwasserfeld und seine Umgebung durch eine Schutzzone mit strengen Bestimmungen vor Gefahren geschützt wird.“ Und auf einer der Informationstafeln ist zu lesen: „Trotz aller Aktivität, die hier stattfinden kann, gilt: Der Vorrang gehört der Grundwasserförderung. Nur was diese nicht gefährdet, ist hier erlaubt.“

In früheren Sommernächten kamen wir mit den Kindern auch hierher, damit sie das Himmelsgewölbe wahrnehmen und die Sterne beobachten konnten. Auf Wolldecken auf einer der Wiesen liegend, warteten wir auf Sternschnuppen. Als diese dann aufleuchteten, waren wir so überrascht, dass wir vergassen, rechtzeitig unsere Wünsche auszusprechen.

In der Stadt wird es nie mehr richtig dunkel. Auch damals schon hellte eine zwar mindere Beleuchtung den Nachthimmel über Zürich auf. Trotzdem war es möglich, mehr vom Glanz der Sterne zu erfassen als es heute möglich ist.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Als der Regen auf die Dächer trommelte, wichen die Sorgen

Auch in Zürich hat es nun geregnet. Am ersten Tag nach der Trockenperiode als feiner Sprühregen, später dann stärker. So, wie wir es gewohnt sind. Wir schmeckten den Regen. Die Erde gab sofort eine Duft-Resonanz. Den feuchten Erdgeruch, frisch und moderig zugleich. Und von den Wetterprognosen wussten wir, dass es nun in der ganzen Schweiz regnete. Erleichterung. Aufatmen. Am liebsten hätte ich in diesem Augenblick mit andern zusammen gesungen.

Da machte es gar nichts mehr aus, dass jetzt die schönsten Blüten nass wurden und auch die Rosen am Torbogen viele ihrer Blätter verloren haben. Wir waren einfach zufrieden, dass der Erde wieder Wasser geschenkt worden ist. Und dass wir wieder freier atmen konnten.

Tage und Wochen zuvor konnten wir ja den Frühling feiern, die Bäume im Blust bewundern, ihre Aromen einatmen und verstehen, warum ein klassisches Brautkleid weiss und mit Spitzen versehen sein muss. Wie der Frühling. Unberührt, rein und schön.

Es wurde uns bewusst, wie machtlos wir wären, wenn das Wasser nicht mehr über unsere Dächer und Felder rieselte. Da könnten wir gar nichts ausrichten. Wir nahmen wieder einmal wahr, dass wir nur Teil der Natur und nicht ihre Gebieter sind.

Erstaunlich: Ich hörte bis jetzt niemanden, der sich beklagt hätte, dass die Temperaturen gesunken und das Klima feucht und der Himmel grau geworden sind. Hoffentlich hält die Zufriedenheit lange an.

Samstag, 28. April 2007

Lüpfiges: Traumhafter Sprachklang der Schweizer Dialekte

Ich muss mit einer offenen Frage eingeschlafen sein. Die Antwort zeigte sich dann im Traum. Genau gesagt, hörte ich sie. Ich erlebte, wie ein Text fürs Blogatelier entstand. Ich hörte die Sätze in gutem Schriftdeutsch. Das Schönste daran: Es war ein Dialektwort dabei, das meinen gegenwärtigen Gesundheitszustand auf milde Art ausdrückte. Mitgefühl inbegriffen. Ich gehöre momentan zu den Ozongeschädigten. Die Atemwege sind überreizt.

Gleichzeitig mit dem Aufwachen wurde der Trauminhalt gelöscht. Am meisten beklage ich den Verlust des Dialektworts. Im Blog vom 21.04.2007 erwähnte ich, dass ich meiner Muttersprache aus dem Zürcher Oberland nachtrauere. Nun hatte sich im Traum ein schönes Eigenschaftswort zurückgemeldet. Mit „d“ als Anfangsbuchstabe. Daran kann ich mich noch erinnern. Nun gut, es sitzt also noch in mir drin und wird sich eines Tages gewiss auch im Wachleben melden.

Schon am Morgen holte ich dann das Taschenbuch von Mimi Steffen hervor, in dem sie französische Wörter in den Schweizer Dialekt und Dialektwörter ins Französische übersetzte. Dieser Dictionnaire ist eine Fundgrube und eine Lieblingslektüre von mir. Ich hoffte, dort fündig zu werden. Doch ist mein Wort vermutlich zu alt, als dass es in ein aktuelles Wörterbuch aufgenommen würde.

Gleichwohl will ich dieses wertvolle Taschenbuch noch näher vorstellen. Es ist als Hilfsmittel für die Kommunikation zwischen der welschen Schweiz und der Deutschschweiz geschaffen worden.

Westschweizer haben es bekanntlich schwer, wenn sie in die Deutschschweiz kommen und mit einem oder sogar gleich mit mehreren Dialekten konfrontiert werden. Auch wenn wir uns in der Deutschschweiz bemühen, Schriftdeutsch zu sprechen, verwenden wir immer auch noch Dialektausdrücke mit. Und diese werden dann meist nicht verstanden und können zu Missverständnissen führen.

Mimi Steffen, heisst es im Vorwort, besitze als Autorin ausgezeichnete Voraussetzungen. Sie spreche beide Sprachen, französisch und deutsch, perfekt. Sie unterrichte in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung und an einem Gymnasium und sei daher mit den Gewohnheiten und Veränderungen der Mundart täglich konfrontiert.

Meine Freude am Sprachklang unserer Dialekte war ausschlaggebend, dass ich dieses Wörterbuch als Geschenk erhielt. Es liegt immer in meiner Nähe. Und wenn ich mich entspannen will, schlage ich es auf und schaue, womit mich der Zufall gerade beschenken will.

Hier ein Beispiel: SOULEVER ­– aufheben, emporheben
Dialektübersetzung – lüpfe, glüpft,uuflüpfe, uufglüpft
se surmener – sich überlüüpfe, überlüpft, überlupfe, überlupft
soulève ton pied! Lüpf (oder) lupf de Fuess!

Quelle: ISBN-Nummer 978-3-033-01014-7
Mimi Steffen: „Dictionnaire français-suisse allemand /schwiizertüütsch französisch.“

Schade, dass ich jetzt nicht überprüfen kann, welcher Text wertvoller ist, jener aus dem Traum oder dieser, der nun ins Blogatelier aufgenommen worden ist.

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21.04.2007: Nach luftiger Schmetterlingsart Geschichten erzählen

Samstag, 21. April 2007

Nach luftiger Schmetterlingsart Geschichten erzählen

Während ich im Garten das rote Manchesterhemd an die Wäscheleine hänge, schwirren meine Gefühle und Gedanken schon in der Banlieu von Paris herum, denn dort wurde es seinerzeit gekauft. Sofort befinde ich mich in Ferienstimmung, erinnere mich an viele Einzelheiten unseres 10 Jahre zurückliegenden Besuches in Saint Denis.

Ich fühle mich immer wieder beschenkt, wenn Gegenstände oder Gerüche urplötzlich Erinnerungen ins Bewusstsein bringen. Solche Augenblicke sind echte Rückführungen, und diese geniesse ich. Meist sind es schöne Erlebnisse, die ich nachempfinden darf. Obwohl ich weiterhin Wäsche aufhängte, war ich abwesend. Der Körper da, Empfindungen und Gedanken auf Reisen. Über 600 Kilometer weit weg.

Zurückgekommen sind sie, als alle Wäschestücke aufgehängt und der Korb leer geworden war. Da entdeckte ich auf dem weissen Leintuch einen Zitronenfalter. Er musste soeben hier gelandet sein. Seine Flügel bewegten sich noch. Ich schaute ihm zu und dachte: Wir zwei sind Wesensverwandte. Auch ich flattere ja, wie vorhin, in der Weltgeschichte herum. Auch ich lasse mich von Reizen verlocken. Verweilen ist nicht immer unsere Sache. Immer drängt es uns weiter. Selbstverständlich kommen auch wir wieder an unsere Ausgangsorte zurück. Aber wir verfolgen nicht nur ein lineares Ziel. Wir besuchen viele Orte, aus unterschiedlichen Gründen zwar, aber mit derselben Unruhe. Und wir lassen uns ablenken.

Der Falter flog dann weg. Ich habe ihn rasch aus den Augen verloren. Aber das Leintuch war noch da und flatterte im Wind. Und schon malte ich mir aus, wie es sich anfühlen wird, wenn ich mich am Abend darin einhülle. Es ist eines aus jener alten Qualität, die sich rauh anfühlt. Es raschelt, wenn ich mich zudecke. Würde ich es bügeln, verlöre es diesen Effekt. So unbehandelt, spüre ich dann in der Nacht noch die Sonne und den Wind, die es trockneten. Wie in meiner Kindheit, als die Betten noch jeden Frühling gesonnt wurden.

Man trug sie ins Freie. Decken wurden geschüttelt und der Sonne ausgesetzt, Gestelle gereinigt und poliert. Die Matratzen mit dem Teppichklopfer geklopft. Zimmer und Fenster wurden ebenfalls einer Generalreinigung unterzogen. Das Resultat: Die absolute Frische. Das vorher beschriebene Leintuch ist nur ein kleiner Aspekt davon.

Dora, eine Verwandte, hielt bis zu ihrem Tod vor 2 Jahren an dieser Ordnung fest. Auch über ihren 80. Geburtstag hinaus musste der traditionelle Frühjahrsputz in immer gleicher Manier vollzogen werden. Solange ich sie gekannt habe, machte sie alles so, wie sie es von ihrer Mutter gelernt hatte. Wollten wir ihr diese schwere Arbeit ausreden oder ihr helfen, verwies sie uns auf die Pflicht. Die Mutter hätte es immer so verlangt. Im gleichen Sinne blieb sie ihrer wunderschönen Sprache treu. Da gab es keine Anpassungen an unsere Zeit, keine Modeworte, keine Einsprengsel aus anderen Sprachen. Der von ihr gesprochene Zürcher-Oberland-Dialekt blieb zeitlebens unverfälscht, reich an Bildern, eine Geschichte für sich. Manchmal fühlte ich Heimweh, wenn ich sie sprechen hörte. Sie machte mir bewusst, was ich zurückgelassen habe, als ich mit den Eltern in die Stadt umzog.

Dora gehörte zu den Bedächtigen und Getreuen. Sie wurde oft als schwerfällig empfunden, hat uns aber immer wieder gezeigt, wie wichtig auch ihre Gattung ist. Wer anders würde uns denn noch von den Vorfahren, ihren Erfahrungen und ihrem Weltbild erzählen?

Sonntag, 15. April 2007

Vorsicht, wenn sich unbekannte Person von links nähert

Wir standen vor einem Gasthaus an der Hauptstrasse und studierten den Menu-Aushang. Sobald wir weitergingen, schloss sich uns eine Frau an. Sie stellte sich an meine linke Seite. Unanständig nahe. Sie redete in gutem Deutsch und erzählte, sie stamme aus Bosnien, befände sich in grosser materieller Not. Morgen sei die Miete fällig. Sie wisse nicht, wie sie diese bezahle.

Ich befand mich nicht in Zürich, konnte ihr keine Adresse angeben, wo sich Notleidende melden können. Dennoch gab ich ihr Hinweise. Aber sie wischte alle weg. Diese Stellen kenne sie schon. Sie jammerte in immer schnellerem Reden und bettelte um Geld. Sie fuchtelte herum und wollte mir vorschreiben, ihr ein Almosen zu geben. Um Gottes Willen solle ich es tun. Da wir uns in Einsiedeln befanden, wo sich das berühmte Benediktiner-Kloster befindet, wählte sie geschickt ein religiöses Motiv und meinte, mich erweichen zu können. Sie selbst war in feine Materialien gekleidet, gab nicht den Eindruck von Armut. Als sie immer dreister wurde und sogar einen festen Betrag nannte, den ich ihr übergeben solle, sagte ich sehr bestimmt: „So geht das nicht!“ und schritt zügig aus. Die Bettlerin war konsterniert und rief mir nach: „Was machen Sie da!“ Offensichtlich wurde ich vordem als naiv eingestuft. Nun war sie erstaunt, dass ich mich ihr entziehen konnte. Sie rief mir nochmals etwas nach, doch verstand ich glücklicherweise nicht, ob sie mich auch noch verwünscht hatte.

Primo war ein Stück weiter gegangen und beobachtete uns mit Abstand. Er hätte es sicher bemerkt, wenn sie sich an meiner Tasche vergriffen hätte. Er sagte nachher nur, ich hätte mich zu lange ins Gespräch eingelassen. Am Abend dann, vor dem Einschlafen, meldete sich dieses Erlebnis nochmals und beunruhigte mich. Erst als ich mir überlegt hatte, dass ich im Laufe des Nachmittags wiederholt Geld ausgeben konnte und auch das Bahnbillett für die Heimreise vorhanden war, wusste ich, dass ich mein Portemonnaie noch besitze.

Einige Tage danach, als ich in einem Zürcher Einkaufszentrum ein Geschäft verliess, wurde ich wieder von links her angegangen. Wieder tauchte eine Person unvermittelt auf und stand ganz nahe neben mich. Sie fragte, ob ich ihr ein paar Fragen beantworten würde. Worum es gehe? Sie müsse lernen, ein Interview zu führen. Also gut. Sie hielt einen Schreibblock in Händen. Dort hatte sie Fragen notiert. Sie las etliche ab. An vier kann ich mich noch erinnern.

1. „Was ist Ihnen an mir aufgefallen?“
2. „Wann haben Sie die Haare letztes Mal geschnitten?“
3. „Müssen die Menschen heute mehr arbeiten als früher?“
4. „Bedeutet den jungen Menschen von heute die Treue noch etwas?“

Die Frau notierte sich keine meiner Antworten. Etwas entfernt von uns stand eine weitere, etwas ältere Person und überwachte uns. Zum Schutz der Fragenden? Ich vermute es.

In der Rückschau denke ich, das ähnliche Muster der Annäherung hätte wieder auf eine Bettlerin schliessen lassen. Doch erfuhr ich am Ende der Befragung, in welche Sekte diese Frau eingebunden sei. Da bedauerte ich sie und sprach es auch aus. Doch sie strahlte, denn Zeugnis ablegen können für die Zugehörigkeit zu einer Ideologie, die zwar von vielen Mitmenschen abgelehnt wird, das war für sie offensichtlich ein Erfolgserlebnis.

Montag, 9. April 2007

Kreative Kritik aus dem Familienkreis hält mich auf Trab

Als der Bericht über unsere Befreiung in Aarburg im Blogatelier (Aarburg AG: Wiedersehen und Erinnerung an eine Befreiung) aufgeschaltet war, habe ich ihn ausgedruckt und der Familie am Mittagstisch vorgelesen.

Jetzt, nachdem ich nachgeschaut habe, welches Datum er trägt, möchte ich noch daraufhin weisen, dass es sich nicht um einen Scherz handelte, auch wenn der Beitrag am 1. April 2007 erschienen ist.

Nun aber zurück zu meiner Familie. Primo und Letizia hörten aufmerksam zu, prüften, ob ich weder übertrieben noch gemogelt habe. An gewissen Stellen waren die beiden zurückgeführt, nickten zustimmend und kicherten. Das Dialektwort „pfnuchsen“ würde ihre Reaktion noch besser beschreiben. Und das bedeutete: Ja, so war es!

Letizia wies dann aber daraufhin, dass ich den Sohn des Sigristen unerwähnt liess. Auch er wollte uns doch befreien, kam wie vom Wind getrieben noch vor seinem Vater auf Rollerblades bei uns an. Dann musste ich hören, dass beschriebene Emotionen fehlten. Wir befürchteten eben im ersten Augenblick, dass wir im Käfig übernachten müssten. Und davon hätte ich ebenfalls nichts geschrieben.

Primo seinerseits riet mir, ein Buch zu schreiben. Das Erlebnis berge so viele Einzelheiten, die umfangreich und spannend beschrieben werden könnten. Und er begann aufzuzählen. Ein Ideenstrom, nicht zu bremsen. Das reinste Kabarett. Es waren wunderschöne und farbig schimmernde Luftblasen, die seinen Gedanken entsprangen. Hätte ich sie gefangen, wären sie sofort geplatzt. Ich liess sie aber aufsteigen und schaute ihnen nach.

Ich dachte dazu: Alles, was wir tun, kann kritisiert werden. Alles, was wir machen, ist Stückwerk. Alles im Leben ist an die Entwicklung gebunden, also nie fertig. Alles, was wir darstellen, ist unvollkommen und vom eigenen Standpunkt geprägt.

Ich weiss aber auch, dass meine Familie gerade darum immer etwas Weiterführendes beitragen will. Es ist gut gemeint, es soll Spass machen und unsere Gedanken verbinden. Es ist bereichernd. Und es verhindert, dass ich auf möglichen Lorbeeren sitzen bliebe. Aber manchmal wäre es einfach schön, wenn es nur heissen würde: Gut gemacht. Super!

Und jetzt werde ich noch verlegen. Wenn ich diesen letzten Satz überdenke, muss ich gestehen: Er ist ungerecht. Zustimmung von der Familie kommt doch auch vor.

So sind die Gefühle. Sie schwanken und manchmal sind sie anmassend.

Sonntag, 1. April 2007

Aarburg AG: Wiedersehen und Erinnerung an eine Befreiung

Das Erlebnis, von dem ich erzählen will, liegt einige Jahre zurück. Es meldete sich wie ein Blitz, als wir im Bus zur Ostereier-Ausstellung nach Wolfwil SO fuhren. (Blog vom 30.03.07) Kaum hatten wir die Festungsanlage Aarburg AG (Bezirk Zofingen) wieder erkannt, sausten wir in Gedanken schon an jenem Gitter vorbei, das uns damals zum Verhängnis wurde.

Wir waren auf einer Velotour, fuhren von Olten her auf diesen Ort zu. Die Burganlage zog uns an. Wir machten Halt, schlenderten durch die Kleinstadt und versuchten auch, auf den Hügel zu kommen. Das ist nicht möglich. Denn dort oben ist das geschlossene Jugendheim untergebracht. Wir konnten nur mit einem Lift zur Kirche hinauf fahren. Ein Wirt wies uns den Weg, nachdem wir bei ihm Kaffee getrunken hatten. Oben angekommen, schauten wir auf die Aare und auf Weidlinge, die gerade ankamen und anlegten. Die Sonne schien kurz aus den Wolken heraus und ihre Strahlen spielten mit dem Wasser. Es gefiel uns da ganz gut. Wir hatten keine Eile.

Für eine Besichtigung der Kirche war es zu spät. Der Sigrist hatte sie gerade geschlossen. Wir folgerten, dass diese nur zu Zeiten der Gottesdienste offen sei. Es waren auch einige Touristen hier oben und prägten sich ebenfalls die schöne Aussicht ein.

Als wir dann auch mit dem Lift nach unten gefahren und ausgestiegen waren, standen wir vor dem verschlossenen Eisengitter, das im Felsen verankert ist und waren gefangen. Ja: gefangen. Der Lift war sofort wieder nach oben zurückgekehrt und konnte nicht mehr aktiviert werden. Da standen wir hinter dem Gitter, mit Sicht auf die Hauptstrasse, wie Affen im Zoo. Es gibt noch eine Foto davon.




Der Raum zwischen Lift und diesem Tor ist geräumig und mit einem Tierkäfig vergleichbar. Also, was machen? In der Zwischenzeit hatten die Wolken die Lücken zum Blau hin geschlossen. Es fühlte sich nasskalt und ungemütlich an. Ein Glück, dass ich den Rucksack und somit auch meine Jacke bei mir hatte. Wir schauten das Gefängnistor genauer an. Auf der rechten Seite schloss es sehr nahe an den Felsen. Auf der linken verhinderte die Naturform des Gesteins aber einen präzisen Anschluss. Da gab es eine minimale Hoffnung, zu entkommen. Für mich aber aussichtslos. Ebenso für Letizia. Ich konnte es mir nicht vorstellen, dass das möglich sei. Primo probierte es. Während ich meine Jacke aus dem Rucksack hervorholte, war es schon geschehen. Ich sah noch, wie er sich drehte und wendete. „Jesses Gott!“ rief ich – und schon war er frei. Selbst verwundert, stand er eine Weile still und versprach, Hilfe zu holen.


Und wir Frauen beschlossen, jede Person, die auf dem Trottoir daher komme, anzusprechen. Die erste war Ausländerin, der deutschen Sprache nicht mächtig. Dann kamen die Touristen, die auch die Aussicht bewundert hatten und lachten. Sie seien vom Sigristen informiert worden, dass das Tor in den nächsten Minuten geschlossen werde. Offensichtlich nahm er an, dass auch wir zur Reisegruppe gehörten. Dann kamen junge Italiener vorbei und schäkerten mit Letizia. Helfen konnte uns niemand. Später fuhr ein Auto vorbei, wendete, kam zurück. Es war eine Frau aus der Kirchenpflege, die uns bemerkt hatte. Sie wollte uns befreien, musste aber zuerst nach Hause, um den Schlüssel zu holen. Zur selben Zeit fand Primo Hilfe bei einem Wirt, der mit der Familie des Sigristen Kontakt aufnahm.

Dann ging alles schnell. Die Frau aus dem Auto war zuerst zurück. Sie öffnete das Tor. Dann traf Primo ein und konnte von seinen Kontakten berichten und dass die Hilfe gesichert gewesen wäre. Er erzählte von einem Wirt, der uns, falls nötig, gerne eine warme Suppe durchs Käfiggitter gereicht hätte. Und schon war auch der Sigrist da und wollte uns befreien. Mit schnellen Schritten ging er an uns vorbei, wusste noch nicht, dass die, die hier herumstanden, die Befreiten waren.

Ist es verständlich, dass wir elektrisiert waren, diesen Ort unerwartet wieder zu sehen? Ich konnte es wieder nicht glauben, dass sich Primo zwischen Fels und Gitter ohne Kopfverletzung durchzwängen konnte.

Die hilfsbereiten Menschen von Aarburg behalten wir in bester Erinnerung.

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Freitag, 30. März 2007

Wolfwil SO: Kunstvolle Ostereier verbreiten Feststimmung

In Wolfwil nennt man den Markt „Märet“. Wir befinden uns da im Kanton Solothurn. Während des vergangenen Wochenendes fand hier der 18. Ostereier-Märet statt. Ausstellerinnen und Aussteller aus der Schweiz, Deutschland, Ungarn, Rumänien und sogar aus Russland zeigten ihre kunstvoll verzierten Ostereier. Und auch das Grundlagenmaterial für dieses schöne Kunsthandwerk wurde angeboten. Fein angebohrte und sauber ausgeblasene Eier. Solche von ganz gewöhnlichen Hühnern, von Spatzen, Wachteln, Steinhuhn, Rebhuhn, Ente, Kiebitz, von der Graugans, dem Schwan, der Schildkröte und sogar vom Krokodil.

In der lichtdurchfluteten Mehrzweckhalle sassen alle Künstlerlinnen und Künstler an langen Tischen, vor sich ausgebreitet ihre subtilen, von unendlicher Geduld gezeichneten Arbeiten. Einigen konnte beim Malen zugeschaut werden. Hier sah ich erstmals durchbrochene Spitzenmuster über das ganze Ei verteilt. Ausgefräst werden die filigranen Ornamente mit einem Zahnbohrer-Werkzeug.

Sensationell auch die Eier in ihren gestrickten und mit Glasperlen eingearbeiteten Hüllen. Direkt auf die Schale gearbeitet. Eine Art Mäntel, die aber nicht ausgezogen werden können.

38 Ausstellende waren vermerkt. Es ist unmöglich, alle zu erwähnen. Techniken für die Dekoration: Aquarell, Bleistift, Scherenschnitt, Strohapplikationen, Ritztechnik, Ölmalerei, Tusche. Eine Bäuerin liess sich von den Federn aus dem Stall ihrer Tiere inspirieren, und aus St. Petersburg zeigte eine Dame Eierdekorationen mit Stoffbrandmalerei.

Als Materialien waren auch das Holz und die Keramik vertreten. Staunen liessen einen auch die so genannten Klosterarbeiten: Grosse Eier als Gehäuse mit Innenleben. Mit handgefertigten Goldfadenbordüren. Die Türli mit Scharnieren versehen. Jedes ein Kleinod. Erwähnt seien auch die aus Keramik gestalteten Hühner. Eine Augenweide.

Die Eier lagen, ausser in den bekannten Eierkartons, auch in Schalen oder Gefässen, die mit Gewürzkörnern, Linsen, Moos, Sand, Granulat gefüllt waren. Auch Kaffeebohnen dienten als stützendes Material.

Nicht in der Ausstellung, aber im eigenen Erinnerungsschatz sah ich noch die kleinen Vasen für Frühlingsblumen, die wir Kinder aus Eierschalen herstellten. Wir verwendeten die am Spitz sorgfältig aufgebrochenen und ausgelöffelten Schalen des weichen Eis. Auf ein Viereck aus Karton verleimt, wurde es standfest. Wir bemalten es mit Wasserfarben. Und wir sassen damals ganz ähnlich zufrieden und selbstbewusst am Ostertisch vor unseren Werken wie die Künstlerinnen und Künstler hier in Wolfwil vor den ihren.

Sonntag, 25. März 2007

Der Rheinfall bei Schaffhausen: Wasser- und Lebensläufe

„Achtung!“ ruft die Strömung und macht aufmerksam, dass nach 100 Metern der Absturz in 21 Meter Tiefe bevorstehe. Die junge Forelle aus dem Tomasee nimmt allen Mut zusammen und befolgt die Weisung, sich in der Tiefe zu halten, damit sie den wuchtigen Fall lebend überstehe.

Wir befinden uns am Rheinfall bei Schaffhausen, diesem angeblich grössten Wasserfall Europas und gleichzeitig in der Geschichte des Tonkünstlers Peter Christoph Haessig, der sie in den 60er- oder 70er-Jahren für einen Tonkünstler-Wettbewerb gestaltete.

Es geht da um eine Forelle, die im klaren Wasser der Rheinquelle zur Welt gekommen ist. Jung und neugierig will sie dem Wasserlauf des jungen Rheins folgen und zum Meer gelangen.

In dieser feinfühligen Geschichte können wir miterleben, wie sie die Welt entdeckt, Fragen stellt, sich wundert, sich freut. Sie spricht mit Krebs, Fisch, mit Brückenpfeilern, einem Weinblatt, mit Schiffen und einem fortgeworfenen, im Wasser liegenden Fahrrad. Sie bewundert Städte, an denen sie vorbei kommt. Sie hört Kirchenglocken. Sie wird auf singende und tanzende Menschen aufmerksam. Sie spricht zu allen, die ihr nahe kommen. In Basel wundert sie sich dem Fährimaa gegenüber, wie ölig das Wasser hier sei und hört: Man habe sich daran gewöhnt.

In Köln noch mehr schmutziges Wasser. Da sucht sie das Gespräch mit einem alten Hecht und beklagt sich über die noch nie erlebte Verschmutzung und bekommt die gleiche Antwort wie in Basel, zusätzlich noch den eindringlichen Rat zur Umkehr und Heimkehr.

„Kehre zurück und erzähle Deinen Freunden, was du auf deiner Reise gesehen und gehört hast und vergiss nie, was Du an Freunden kennen gelernt hast. Es ist wertvoll, was du auf deiner langen Reise gesehen hast. Du weisst jetzt, dass jeder seine Aufgabe hat, egal ob gut oder nicht. Aber jeder muss damit fertig werden. Geh zurück!“ 

Diese Geschichte trage ich seit Jahrzehnten in mir und wenn ich an den Rhein komme, erwacht sie aus dem Dämmerschlaf. So auch am letzten Sonntag. Da war ich mit Primo nach Schaffhausen unterwegs. Im Eisenbahnabteil nebenan fuhren junge Leute aus einem fernen Land ebenfalls dorthin. Sie unterhielten sich und lachten verhalten. Nie schauten sie aus dem Fenster. Landschaft und Dörfer interessierten sie nicht. Kurz vor Neuhausen, der Rheinfall war bereits durch die noch laubfreien Bäume hindurch sichtbar, erhob sich Primo und deutete ihnen an, es sei hier etwas zu sehen. Eine gemeinsame Sprache war nicht vorhanden. Zögernd standen auch sie auf. Einer der Männer zog in aller Gemütlichkeit seinen Fotoapparat aus der Hosentasche und schaffte es gerade noch, diesen 150 Meter breiten Wasserfall zu fotografieren. Primo, der gerne Erlebnisse schafft und diese Leute etwas aus der Reserve holen wollte, rief noch das Wort „Energy“ zu ihnen herüber, um anzudeuten, was das Wasser dort unten produziere. Dann huschte ein flüchtiges Lächeln über die Gesichter und sie kehrten rasch an ihre Plätze und zu sich selbst zurück. Vielleicht denken sie einmal nur dank der Foto an diesen Augenblick zurück. Das schäumende Wasser schien sie nicht besonders zu bewegen, und die Forelle und ihre Geschichte waren ihnen sowieso unbekannt.

Wenige Minuten später kam uns der Rhein auf der höheren Ebene entgegen. Die Bahn führt seinem Ufer entlang. Ruhig und offensichtlich unbesorgt, fliesst er dort dahin, dem Rheinfall entgegen. Beinahe scheinheilig. Ob die Strömung den Fluss auch orientiert, was demnächst bevorsteht?

So sehe ich den Lauf unser aller Leben. Auf ruhige Zeiten folgen unerwartete Turbulenzen. Wir werden geschüttelt und müssen uns auf anderen Ebenen zurechtfinden. Wir werden mit neuen Bedingungen konfrontiert, aber auch erfrischt und mit Energie aufgeladen. Dann geht es weiter. Die jungen Leute neben uns befanden sich ziemlich sicher in einer beschaulichen Phase, mit sich selbst zufrieden, geborgen in Freundschaft, auch in einem fremden Land.

Und wir? Wir überblicken unser auslaufendes Leben und erkennen jetzt die Geraden, die Windungen, die Wasserfälle, die Stromschnellen und ahnen den ausufernden Fluss. Und trotzdem sind wir immer noch voller Neugierde und Lebensfreude.

Sonntag, 18. März 2007

Erinnerungen an erste Erfahrungen mit meinem Computer

Elsbeth wollte von mir wissen, wie ich mit der digitalen Fotografie umgehe. Es interessierte sie vor allem, wie Bilder aus dem Fotoapparat herausgeholt und zum Entwickeln in ein Labor geschickt werden. Sie war ungeduldig, weil ihre 900 Aufnahmen von einer Asienreise im Moment nur am Bildschirm des Computers ihres Mannes angeschaut werden können.

Ich zeigte ihr den ganzen Vorgang in allen Schritten. Langsam. Sie staunte und fand, das sei ja Zeitverschwendung. Schon trauerte sie der klassischen Fotografie nach. Andererseits hatte sie aber begriffen, dass die digitale Fotografie den Vorteil besitzt, schlechte Bilder einfach löschen zu können. Der Schein trügt uns oft. Auch ich schaute vor Jahren noch wie ein Kind auf die Hände, die eine Tastatur bewegten und in Windeseile Informationen hervorbrachten. Der Computer erschien als Teufelskerl, der alles weiss, alles greifbar machen kann. Subito. Welche Illusion!

Elsbeth vergass auch, dass sie in ihrem Beruf als Batik-Künstlerin ebenso viele vorgegebene Schritte befolgen muss, wenn ihr Werk gelingen soll. Aber gerade weil sie gerne experimentiert und Grenzen überschreitet, erscheint ihr die strenge Logik des Computers extrem zeitaufwendig. Ich holte meine Notiz-Bücher hervor und zeigte ihr, wie ich vorgehen gelernt habe. Jeder Schritt wurde aufgeschrieben, damit er in immer gleicher Art wieder nachvollzogen werden kann. Sie schüttelte nur den Kopf. Nein, darauf wolle sie sich nicht einlassen.

Dieses Gespräch hallt nach und führt mich an die Anfänge meines persönlichen Computer-Zeitalters zurück. Auch ich war einmal unsicher und voller Vorurteile.

Es wurde mir zu jener Zeit eine Stelle angeboten, für die der vertraute Umgang mit dem Computer zwingend war. Die beiden vorgängigen Versuche, in Kursen zur sicheren Handhabung des Computers zu gelangen, waren kläglich gescheitert. Ich gehöre zu jenen Personen, die einzelne Schritte erst verinnerlichen, wenn sie über längere Zeit geübt werden können. Eine allgemeine Vermittlung prallt an mir ab. Ich brauche Praxis und persönliche Hilfe. Ich muss Fehler machen dürfen und daraus lernen. Das ist für mich der erfolgreiche Weg. Nur mit einem Handbuch allein hätte ich es nie geschafft, mich in der Computer-Welt einzurichten. Hilfreich waren das Wissen und das pädagogische Geschick unserer Tochter Letizia, die mich geduldig anleitete, unterstützte und ermunterte. Zu Abstürzen oder Blockaden sagte sie nur: „Mami, das ist Alltag!“ Das durfte ich so hinnehmen und jeweils neu beginnen.

Jener Augenblick, als ich ihr wegen der angebotenen Arbeit anrief und zur Begrüssung „Hilfe!“ rief, ist uns in lebendiger Erinnerung geblieben und markiert die Zeitenwende meiner Stellung als Mutter. Plötzlich konnte das „Kind“ die Mutter an der Hand nehmen.

Ich erinnere mich auch, wie ich den Computer gefühlsmässig in mich aufnahm. Ich fühlte diesen viereckigen Allerweltskerl schwer auf meiner Brust. Seine Starrheit und seine Bedingungen waren nicht anzutasten. Darum erschien er mir anfänglich wie ein Gefängnis. Manchmal hätte ich ihn am liebsten aus dem Fenster geworfen, doch wusste ich immer, dass ich es wäre, die alles Zerschmetterte wieder auflesen und zurücktragen müsste. Oft genügte es in solchen Augenblicken, dass ich vom Schreibtisch aufstand, weglief, zurückkam und weitermachen konnte.

Es gefiel mir aber mehr und mehr, dass er nach Ordnung verlangte und der Jugend das Folgen (Gehorchen) wieder beibrachte.

Anfänglich fühlte ich mich aber losgelöst von allen Erfahrungen, schwebend im Kosmos. Ich fand Halt an den guten alten Begriffen wie Datei, Dokument, Ordner, Papierkorb oder im E-Mail „senden“ und „empfangen“. Diese gab es hier also auch. Ganz besonders freute mich, dass ich im „Word“ mit Menus zu tun hatte, wie in meiner Küche.

Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden. Er weiss, was ich brauche und offeriert mir die für mich und meine Aufgaben wichtigen Domänen und manchmal flüstert er mir zu, es gäbe noch soooo viel zum Entfalten, wenn ich nur wollte.